Einführung in die kieferorthopädische Behandlung

Die Kieferorthopädie ist eine Langzeittherapie auf biomechanischem Weg – dies ist einmalig in der gesamten Medizin.

Um die biologischen Grenzen und eine geeignete individuelle Therapie festlegen zu können, ist eine Anfangsplanung mittels Abdrücken, Fotos und Röntgenbildern notwendig. Alle ein bis zwei Jahre werden Verlaufskontrollen mittels Zwischenplanungen erstellt, bei denen nochmals Abdrücke und Röntgenbilder angefertigt werden. Diese werden dann nach der Auswertung mit dem Anfangsbefund verglichen und auf Grund des Ergebnisses werden weitere therapeutische Maßnahmen festgelegt.

Unser aller Interesse muss nun sein, auf möglichst wenig belastende Weise ein gutes, funktionelles und ästhetisch befriedigendes Ergebnis in möglichst kurzer Zeit mit einem Höchstmaß an Stabilität zu erzielen.

Für eine gute Funktion und damit höchste Stabilität sind bestimmte Kriterien zu erfüllen:

  • eine gesicherte Verzahnung (die Zähne sollten im Seitenzahnbereich wie zwei Zahnräder ineinandergreifen),
  • eine Eckzahn- und Schneidezahnführung,
  • das Vermeiden von Balancekontakten.

Allgemein gelten die Grundsätze:
Eine gute Funktion ergibt automatisch eine hervorragende Ästhetik!
Eine gute Ästhetik ohne gute Funktion bleibt niemals stabil! Wichtig ist, dass der Patient gut mitarbeitet und von seinem Umfeld motiviert wird. Wir unsererseits unterstützen die Selbständigkeit des Patienten.